Makuladegeneration (AMD) – vorbeugen, behandeln und lindern

Behandlungsmöglichkeiten

Bei der „trockenen“ Makulopathie

Unser Körper schützt sich vor solchen Prozessen durch bestimmte Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E und Lutein. Von besonderer Bedeutung ist das Lutein, ein gelber Pflanzenfarbstoff (Carotinoid), der sich im Körper ausschließlich in der Makula ansammelt. Lutein kann aggressive „Freie Radikale“ unschädlich machen und wirkt zusätzlich als Lichtschutzfaktor. Lutein wird nur mit der Nahrung aufgenommen, da es nicht vom Körper selbst hergestellt werden kann. Es kommt überwiegend in Gemüse wie Brokkoli, Tomaten, Feldsalat und Paprika vor. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch im Auge die Menge des Schutz-Pigmentes Lutein. Die Gefahr, dass die Netzhaut durch äußere Einflüsse angegriffen wird, nimmt immer mehr zu. Die Gabe von Vitaminen und Spurenelementen kann der Entstehung der AMD entgegenwirken. Bei bereits bestehender Erkrankung soll diese in ihrer Ausbreitung gehindert und deren Auswirkung gelindert werden.

Bei der „feuchten “ Makulopathie

Hier nutzen Augenärzte ein völlig neues Prinzip. Es kommen medikamentöse Substanzen zum Einsatz, welche die Bildung neuer Blutgefäße in der Makula blockieren und die porösen Gefäße abdichten. Damit wird der Verlust der Sehkraft gebremst. Die Substanzen werden vom Augenarzt im Rahmen mehrerer Behandlungen in den Glaskörper eingebracht und entwickeln dort ihre wohltuende Wirkung.

Die Optische Kohärenztomographie (OCT) bei altersabhängiger Makuladegeneration

Entscheidend für eine erfolgreiche und gezielte Behandlung ist die Früherkennung. Dabei reichen manchmal eine Netzhautspiegelung oder eine Fluoreszenz-Angiographie nicht aus, um eine zuverlässige Diagnose zu erhalten oder um den Verlauf der Makuladegeneration optimal zu kontrollieren. Denn beide Untersuchungen erlauben dem Arzt lediglich die Sicht auf die Netzhaut. Daher bietet die hochauflösende Optische Kohärenztomographie (OCT) das wichtigste nicht-eingreifende Verfahren.

Beim OCT tastet der Laser berührungsfrei den Augenhintergrund ab.
Die Untersuchung geht schnell, tut nicht weh und bringt keinerlei Beeinträchtigungen mit sich.
Aus den gewonnenen Informationen errechnet das Gerät ein Bild der Netzhautschichten und ermöglicht es, diese in einem Querschnitt zu beurteilen. Denn bei Erkrankungen der Netzhaut zeigen sich oft bereits im Anfangsstadium Veränderungen in der Feinstruktur.
Sollte sich nach der Untersuchung ein Befund oder eine Veränderung herausstellen, werden mögliche Therapieformen besprochen.

Augenquerschnitt mit einem vergrößerten Ausschnitt, der den Einwuchs krankhafter Gefäße unter die Netzhaut zeigt. Die Gefäße verursachen eine Schwellung der Makula sowie Blutungen (feuchte AMD).